Daten des Schiffes: Dona Luisa
Basisdaten
| Schiffsname | ERNST DREIER ab 1882 Dona Luisa |
|---|---|
| Schiffstyp /Klasse | Dreimastschooner |
| Baujahr | 1869 |
| Stapellauf | 22.08.1869 |
| Indienststellung |
Eigner & Besatzung
Besitzer/Eigner
1. Jürgen Breckwoldt
2. A. H. Wappäus (1882)
3. Kapitän Heye Egberts Schoone (1892)
Kapitän
1. Tobias Breckwoldt
2. Peter Breckwoldt und J. Schröder
3. H. E. Schoone u. Kapitän Duis A. Schapp
Besatzung
-
Passagierkapazität
-
Bau & Registrierung
| Werft / Bauort | - / Neuhof (Hamburg) am Reiherstieg bei Ernst Dreier |
|---|---|
| Heimat- /Registrierhafen | Grossefehn |
| Flagge / Land | |
| offizielle Nr. | 1. LFCB 2. RGFM |
Technik & Maße
| Länge / Breite / Tiefgang | 33,65 m / 7,65 m / 3,7 m |
|---|---|
| Tonnage (BRT/NRT) | ? / 194,74 |
| vermessen | zu 100% CL |
| Antrieb | |
| Leistung / PS | |
| Geschwindigkeit / kn |
Historie
Dienstzeit
Von:
Bis:
Einsatzgebiet / Route
Folgende Reisen unternahm das Schiff ab 1892:
1892 St. Catharines Point (ab 12. 1.) nach Ciudad Bolivar
London (an 3. 10.) von Trinidad (Kapitän Nomensen?) Pernambuco (Ende Dezember)
1893 Hamburg (ab 15. 3.) nach Pernambuco (an 11. 5.)
Para (an 25. 6.) von Pernambuco
Para (ab 7. 7.) nach Barbados (an 19. 7.)
Barbados (ab 21. 7.) nach Colombia
Rio Hade nach Falmouth (an 2. 10.) mit Dividivi
zu 450 Pfd./St.
Hamburg (an 6. 10.)
1894 Barbados (an 21. 3.) von Hamburg
Barbados ( ab 22. 3.) nach Savannah
Cartagena (an 4. 4.)
Cartagena (ab 18. 4.) nach Rio Hade
Barbados (ab 21. 4.) nach London mit Dividivi
Queenstown (an 1. 7.) von Rio Hade
Queenstown (ab 4. 7.) nach Hamburg (an 13. 8. von Altona)
Hamburg (ab 16. 8., ab Cuxhaven 21. 8.)
nach Cadiz (an 10. 9.)
Cadiz (ab 18. 9.) nach San Jose del Norte
Rio Grande (an 19. 11.)
Rio Grande (ab 18. 12.) nach San Francisco do Sul
1895 Rio Grande (an 3. 2.) von San Francisco do Sul
Rio Grande (ab 4. 5.) nach Barbados (an 6. 6.)
Barbados (ab 8. 6.) nach Trinidad (an 10. 6.)
Barbados (29. 6.) gechartert für 227 Tons Kokosnüsse
zu 21 und 31 Sh. von Trinidad nach London
Trinidad (ab 12. 7.) nach London (an 26. 8.)
London (5. 9. in Ladung) nach Hamburg (an 12. 9.)
Hamburg (ab 3. 11.) nach Cartagena (Kapitän de Wall)
das Schiff wird leck, kehrt um, erreicht den Rote-Sand Leuchtturm am 15. 11. und läuft am 16. 11. in Bremerhaven ein. Dort wird es repariert, nimmt die Ladung wieder ein und setzt die Reise fort.
1896 Dungeneß (ab 18. 2.) nach St. Thomas und Cartagena
Kap Haiti (an 2. 6.) von Cartagena
Rotterdam (an 22. 8.) von Haiti
Riga (an 20. 9.) von Rotterdam
Helsingör (18. 10. passiert von S)
Bremerhaven (ab 4. 12.) nach Liverpool
1897 Garston (an 14. 1.) von Liverpool
Falmouth. Dort fällt das Schiff während der Entlöschung beim Abnehmen der Tide um.
Plymouth (ab 26. 2.) nach Harburg (an 4. 3.)
Harburg (ab 27. 3.) nach Gothenburg
Gothenburg (ab 6. 5.) nach Bridgewater
St. Catharines Point (an 16. 5.)
Dover (ab 24. 5.) nach London (25. 5. an Gravesend)
Bridgewater (ab 17. 6.) nach Marseille (an 22. 7.)
Marseille (ab 14. 8.) nach St. Malo
Lizard (passiert 17. 9.)
Maassluis (an 4. 11.) von Malmö
1898 Rotterdam (ab 21. 3.) nach Danzig (an 7. 4.)
Memel (an 6. 10.) von Hull. Am 17. Oktober ertrinkt der Matrose Joh. Schoone, geb. 4. 10. 1879 zu Großefehn.
Papenburg (an 28. 11.) von Memel
1899 Danzig (an 19. 4.) von Leer
Nantes (an 2. 6.) von Danzig
Hamburg (an 6. 7.) von Nantes
Kaiser-Wilhelm-Kanal (passiert 30. 7.)
nach Kronstadt (an 8. 8.)
Kronstadt (ab 3. 9.) nach Yarmouth
Cuxhaven (an 8. 11.) von Wemyß
1900 Harburg (ab 9. 5.) nach Archangelsk.
Status / Schicksal
Auf der am 19. Juli 1900 angetretenen Reise von Archangelsk nach Hamburg mit 950 Faß Pech und 200 Faß Teer sprang der Dreimastschoner am 28. Juli in einem Orkan aus NNW mit hohem Seegang aus NO schwer leck, suchte, nachdem die Mannschaft Schiffsrat gehalten hatte, zum Schutz den Ura Fjord an der russischen Küste mit der Lotsenflagge auf und wurde schließlich mit einer Trosse an einer Klippe festgemacht (69° 15' NB und 32° 45' OL).
Als das Wasser fiel, bekam das Schiff starke Schlagseite, so daß die Mannschaft den Segler verlassen mußte und ein inzwischen angekommenes Fischerboot besteigen konnte, das nachts um 3 Uhr Ura erreichte.
Die DONA LUISA kenterte zehn Minuten nach Verlassen des Schiffes. Kapitän und Mannschaft kamen am 1. August in Vardö an und wurden von da nach Hamburg befördert. -
Der Segler wurde Ende September 1900 wieder aufgerichtet und durch einen Schleppdampfer nach Vardö gebracht, wo man die Ladung barg.
Das Wrack wurde in öffentlicher Auktion für 3.000 Kronen an eine russische Firma verkauft. Das Seeamt zu Emden gab seinen Spruch am 26. März 1901.


Notizen / Quellen
- 1876 Alphabetisches Verzeichnis der Schiffe
- Karl-Heiz Wiechers, …und fuhren weit übers Meer Bd. III Seite 100-101
